Firma Hortus Verwaltungsgebäude in Lorch, Baden-Württemberg

Das direkt an der Hauptverbindungsachse von Aalen nach Stuttgart (B29) entstandene Büro- und Verwaltungsgebäude mit angrenzendem LKW- Carport+Werkstatt und Baustofflagerflächen wurde mit hohen Auflagen bezüglich Oberflächenentwässerung und Schallschutzauflagen emmisionstechnisch Richtung angrenzendem Wohngebiet Lorch - Weitmars und immisionstechnisch von der direkten Belastung der nahegelegenen vierspurigen Bundesstrasse auf das Gebäude selbst belastet. Der Bauherr und Betreiber des Gebäudes, ein mittelständiges Garten- und Landschaftsbau/Tief- und Strassenbauunternehmen, war durch starke Expansion in den letzten Jahre gezwungen über einen neuen und größeren Standort nachzudenken. Der zusammen mit dem Bauherrn entwickelte Masterplan beinhaltet Optionen zukünftiger Erweiterungen des Betriebes auf dem Areal. Das Bürogebäude errichtet als Stahlbetonskelettbau begrenzt seine horizontalen Abschlüsse durch Sichtbetonauskragungen im Bereich der Dachdecke als "ersten" Blendschutz für die Computerarbeitsplätze im Inneren und der Bodenplatte als Umgangsplattform. Diese auskragenden Elemente über dem natürlichen Geländegefälle Richtung Süden begrenzen den oberen und den unteren Abschluss des Baukörpers liniear und unterstreichen einen gewissen schwebenden Charakter über der Topographie.

Durch die großzügige Verwendung von Glasfassaden (Pfosten- Riegelkonstruktionen), Glas-Bürotrennwänden und einem Glasoberlicht über dem introvertierten Besprechungsraum, entstehen gewollte Transparenzen, Leichtigkeit und ein hohes Maß an natürlicher Lichtdurchflutung. Die Haupterschließung des Gebäudes erfolgt mittels einer 2,5m breiten Betonfertigteil- „Treppenrampe“ über ein Wasserrückhaltebiotop, welches durch seine Tiefe und durch die Spiegelungen an der Wasseroberfläche den Baukörper noch leichter erscheinen lässt. Technik: bivalente Heizanlage kombiniert aus einer Holzpelletanlage und eines Holzscheitofens. Es entstand ein Energiespargebäude vergleichbar mit einem KfW-Effizienzhaus 70. Im Zuge des vom BDA ausgelobten Wettbewerbs Hugo-Häring-Preis wurde das Gebäude vorgestellt und die hohe architektonische Qualität bestätigt.

Der LKW-Carport ist als reiner Stahlskelettbau ausgebildet mit Trapezblechdach, welche extensiv begrünt ist. Die Stahlkonstruktion wird zwischen den Hauptachsen mit Stahlseile bespannt welche als Rankhilfe für Kletterpflanzen dient. Der Werkstattbereich ist mit einer Grube für den Fahrzeugparcour ausgestattet und hat als thermische Hülle eine Alu-Sandwich-Fassade auf einem Betonsockel erhalten.

Objektdaten

  • Baujahr: 2009 / 2010
  • BRI:
  • Wohnfläche:
  • Reine Baukosten: --
Fotografie: © Krishna Lahoti - lahoti.de